Ali Husain AlAali
Festgenommen in Bahrain

Ali Husain AlAali ist ein 26-jähriger Bahrainier. Die bahrainischen Behörden verhafteten ihn 2017 ohne Haftbefehl, folterten ihn bei Verhören und unterwarfen ihm einem ungerechten Prozess. Er ist derzeit im Gefängnis von Jau inhaftiert.

Am 26. Januar 2017 überfielen Offiziere des Kommandos der Special Security Force (SSFC) zusammen mit Offizieren des Innenministeriums (MoI) und Offizieren in Zivilkleidung das Haus von AlAali. Sie durchsuchten die ganze Wohnung, bis sie Ali fanden, damals 23, brachen sein Bett, verhafteten ihn und nahmen ihn in Handschellen aus dem Haus. Beamte sagten, dass er verhört und dann zurückgebracht werden würde.

Nach der Verhaftung hielten die Behörden Ali 35 Tage lang in der Kriminalpolizei (CID) fest, wo sie ihn verhörten, ohne konkrete Anschuldigungen gegen ihn zu erheben. Die Offiziere folterten Ali, schlugen ihm ins Gesicht, diffamierten seine Religion und benutzten religiöse Beleidigungen um ihn dazu zu bringen Geständnisse über seine Teilnahme an einer WhatsApp-Gruppe zu machen. Zu keiner Zeit erlaubten die Behörden, dass ein Anwalt im Namen von Ali bei diesen Verhören anwesend war. Wegen der Folter gestand Ali, dass er sich der WhatsApp-Gruppe angeschlossen hatte, aber nicht, dass er sich einer terroristischen Gruppe angeschlossen hatte.

Nachdem die Beamten des CID die Befragung von Ali beendet hatten, wurde er in die Haftanstalt Dry Dock verlegt. Im Dry Dock beobachtete Ali, dass viele Mitglieder derselben WhatsApp-Gruppe ebenfalls verhaftet und zu diesem Zeitpunkt mit ihm inhaftiert wurden. Nachdem ihm gesagt wurde, dass die Regierung einige von ihnen beschuldigt hatte, sich in eine Gruppe einzumischen, die sie „Bahraini Hezbollah“ nannten, ahnte Ali korrekt voraus, dass er wegen desselben Verbrechens angeklagt werden würde.

Vor und während seines Prozesses hatte Ali eingeschränkten Zugang zu seinem Anwalt, um seine Verteidigung vorzubereiten, aber während des Prozesses durfte er keine Beweise vorlegen oder die von der Staatsanwaltschaft vorgelegten Beweise in Frage stellen, einschließlich seines erzwungenen Geständnisses. Am 16. April 2019 verurteilte das Gericht Ali, entzog ihm seine Staatsangehörigkeit und verurteilte ihn wegen seiner angeblichen Beteiligung an der Hisbollah in Bahrain zu sieben Jahren Haft, woraufhin ihn die Behörden ins Gefängnis Jau überführten. Ali hat inzwischen gegen dieses Urteil Berufung eingelegt und war am 20. April 2019 einer von 551 Bahrainis, die auf königliche Anordnung renationalisiert wurden. Er verbleibt im Jau Gefängnis.

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