Nabeel Ahmed Abdulrasool Rajab
Inhaftiert in Bahrain

Nabeel Rajab wurde am 1. September 1964 in Bahrain geboren. Er ist einer der prominentesten arabischen Verteidiger im Bereich der Menschenrechte und war eine wichtige Stimme während des arabischen Frühlings in Bahrain. Er wurde wegen seines Aktivismus körperlichen Einschüchterungen, Festnahmen, Verhaftungen und Reiseverboten ausgesetzt und mehrfach zu Gefängnisstrafen verurteilt, was eine Verletzung der Rechte von Versammlungs- und Meinungsfreiheit darstellt.

Als einer der Gründer der Menschenrechtsbewegung in Bahrain ist Nabeel Rajab ein wichtiger Akteur und Verteidiger der Menschenrechte in der gesamten Golfregion und international, wie sein Engagement für viele NGOs zeigt. Er ist Präsident des Bahrain Center for Human Rights (2002 – heute) und einer der Gründungsdirektoren des Gulf Centre for Human Rights (CG4HR) (2011).

Nabeel Rajab ist auch international als Unterstaatssekretär der Internationalen Föderation für Menschenrechte, Mitglied des Vorstands der Human Rights Watch im Nahen Osten und Nordafrika (2009 – heute) und Mitglied der Arab Media Monitoring Working Group tätig

Nabeel Rajab erhielt 1987 einen B.A. in Politikwissenschaft und Geschichte von der University of Pune in Indien. Seine Menschenrechtsaktivitäten begann er während der Unruhen in den 90er Jahren.Im Jahr 2000 war Nabeel Rajab Mitbegründer der Bahrain Human Rights Society (BHRS), einer der ersten Menschenrechtsorganisationen in Bahrain. Im Jahr 2002 gründete Nabeel Rajab das Bahrain Centre for Human Rights (BCHR), eine gemeinnützige Organisation, die sich für die Förderung der Menschenrechte einsetzt und Verstöße in Bahrain dokumentiert.

Im Jahr 2003 war Nabeel einer der Gründer des ersten Ausschusses für den Schutz von Migranten im Gulf Cooperation Council (GCC), der Migrant Workers Protection Group. Im Jahr 2009 wurde er für zwei Jahre zum Präsidenten von CARAM-Asia gewählt. Ein regionales Netzwerk, das sich mit Migrations- und Gesundheitsfragen befasst. Als Reaktion auf die prodemokratischen Proteste in Bahrain im Jahr 2011 gründete Nabeel zusammen mit Abdulhadi Al-Khawaja das Gulf Centre for Human Rights.

Im Jahr 2011 erhielt er den Ion Ratiu Democracy Award, der jährlich vom Woodrow Wilson International Center for Scholars verliehen wird.

Nabeel Rajab wurde am 2. April 2015 verhaftet, weil er sich zu seinem Twitter-Konto über die Koalition der von Saudi-Arabien angeführten Luftangriffe im Jemen und der Vorwürfe der Folter im Jau-Gefängnis geäußert hatte. Am 13. Juli 2015 verziehen ihm die Behörden und entließen ihn aus gesundheitlichen Gründen, aber die Staatsanwaltschaft ließ die Anklage nicht fallen und veranlaßte eine erneute Verhaftung am 13. Juni 2016 für Fernsehinterviews in den Jahren 2015 und 2016.

Am 28. Dezember 2016 genehmigte der Fünfte Strafgerichtshof von Manama nach einer größeren Mobilisierung für seine Freilassung die vorübergehende Freilassung, weil Behörden es versäumt hatten, ausreichende Beweise für eine Verbindung zwischen Rajab und dem Twitter-Konto vorzulegen, das sich mit der Situation im Jemen und im Gefängnis von Jau befasst. Er wurde jedoch später am selben Tag wieder verhaftet und für Fernsehinterviews an die Staatsanwaltschaft verwiesen.

Am 8. Mai 2018 vertagte das Bundesverfassungsgericht die Anhörung gegen Nabeel Rajab mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren auf den 20. Mai. Am 5. Juni 2018 bestätigte das Bundesverfassungsgericht das Urteil. Dieses Urteil wurde am 31. Dezember 2018 vom Obersten Gerichtshof Bahrains bestätigt, das dadurch die 5-jährige Haftstrafe gegen Nabeel Rajab ausführte.

 

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