Mohamed Abdulameer AlMeshaimea
Inhaftiert in Bahrain

Mohamed Abdulameer AlMeshaimea war vor seiner Verhaftung im Jahr 2012 ein 16-jähriger Student. Er wurde unter Verletzung seiner Menschenrechte verhaftet, gefoltert und unfairen Prozessen ausgesetzt. Mohamed wird nach wie vor willkürlich im „Isolationsgebäude“ des Jau-Gefängnisses festgehalten.

Am 28. Juli 2012 verhafteten die bahrainischen Sicherheitskräfte, darunter das Kommando der Speziellen Sicherheitskräfte des Innenministeriums und der Nationalen Sicherheitsbehörde, sowie maskierte Männer in Zivilkleidung Mohamed und seinen Freund in den Straßen von Daih. Sicherheitskräfte nannten weder den Grund der Verhaftung noch einen Haftbefehl.

Die Beamten entführten Mohamed, brachten ihn auf die Polizeiwache von Al Khamis und folterten und schlugen Mohamed und seinen Freund, wodurch Mohamed an Hämaturie (Blut im Urin) litt. Er wurde in das Al Qalaa-Krankenhaus gebracht, wo er nur Schmerzmittel erhielt. Mohamed war nicht in der Lage, mit seiner Familie Kontakt aufzunehmen. Die Polizeibeamten gaben seiner Familie keine Informationen über seinen Verbleib. Einer der Offiziere sagte ihnen, dass sie sie informieren würden, wenn eines ihrer Kinder ermordet werden sollte. Ein anderer Beamter beleidigte ihre Kinder aus Gründen der Sektenfreiheit. Mohamed wurde der Zugang zu seinem Anwalt während seines Verschwindens verweigert und durfte seinen Anwalt erst nach seiner Verlegung in das Dry Dock Detention Center und während der Gerichtsverhandlungen anrufen.

Mohamed wurde in drei Fällen angeklagt: Verbrennung von Reifen, Verbrennung eines Busses und eines Patrouillenfahrzeugs sowie Angriff auf eine Zivilperson. Er wurde in drei getrennten Prozessen vom 5. Juni 2013 bis zum 23. Oktober 2013 zu einer Gesamtstrafe von 23 Jahren Haft und einer Geldstrafe von 1.500 BHD verurteilt. In der Berufung wurde sein Strafmaß von 23 auf 21 Jahre Haft reduziert. Mohamed wurde der Zugang zu seinem Anwalt verwehrt, ohne dass ihm genügend Zeit und Einrichtungen zur Vorbereitung seines Prozesses zur Verfügung stand. Er war nicht in der Lage, Beweise vorzulegen oder die gegen ihn erhobenen Beweise anzufechten. Vom 26. Mai bis zum 2. Juli 2016 war Mohamed für insgesamt 37 Tage an Telefonaten und Familienbesuchen gehindert. Mohameds Familie reichte eine Beschwerde beim Ombudsmann des Innenministeriums ein, aber der Ombudsmann wurde nicht tätig.

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